Normal ist anders!

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Muh und Wolfi dürfen endlich auf eine ganz normale Schule. Doch die Vorfreude auf ihren ersten Schultag und ihr erstes Schuljahr verfliegt rasend schnell, denn Muh und Wolfi fallen schnell auf und die Familienliste füllt sich mit grauen Punkten. Und auch Ottilie verhält sich auf einmal ganz anders und muss erkennen, was Freunde und Freundschaft wirklich ausmacht.

Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann ist der dritte Teil der Willkommen bei den Grauses Reihe, die sich um die urkomische Familie Grause dreht. Familie Grause, das sind der Dilldapp Muh, die Werwölfin Wolfi, die Felfe Holger, der Dschinn Olga und der Schrat Fladimir. Alle sechs haben eins gemeinsam: sie kommen ursprünglich vom Institut für andersartige Wesen und das Leben in der Sackgasse 13 ist für sie weiterhin alles andere als normal.

Die sechs Mitglieder der Familie Grause sind nicht nur sechs ganz unterschiedliche Charaktere, sondern auch sechs unterschiedliche Wesen. Diese Wesen lassen sich auch aufgrund ihres Auftretens, ihrer Handlungen und ihrer Sprechweise unterscheiden und jeder Charakter ist auf seine Weise eine tolle Figur. Nicht nur die mitsenden Kinder, sondern auch ich mit Mitte 20 saß lachend vor dem Buch, weil einzelne Szenen urkomisch gestaltet sind.

Die Familie Grause wird im ‚Normalsein‘ von Ottilie Schmidt unterstützt, die kaum Freunde hat und bisher nur durch ihr ‚anders sein‘ aufgefallen ist.

Untermalt wird die Geschichte durch die wunderschönen Illustrationen von Daniel Steudtner, die das Buch zu einem perfekten Lesevergnügen machen!

Der Klappentext suggeriert, dass der Fokus dieses Mal auf die Schule mit Wolfi und Muh gelegt wird. Das empfanden wir während des Lesens allerdings als weniger präsent, weiterhin geht es vor allem um Familie Grause und jedes Mitglied, das sich in ihrem neuen Leben einfinden muss. Der Schulfokus legt sich daher sehr schnell und ist zwischenzeitlich kaum präsent. Das fanden wir etwas schade, weil sich in der Schule immer viel Lustiges abgespielt hat und wir gerne mehr davon miterlebt hätten. Gestutzt wurde hier auch bei der Erwähnung von ‚alle fünf‘ oder ‚fünf Anhänger‘, während bei der Aufzählung dann immer sechs Namen oder Dinge genannt wurden.

Das ist aber nur eine kleine Kritik an dem ansonsten wieder sehr tollen Werk, das unglaublich schöne Momente hat. Nicht nur der Humor ist perfekt, sondern auch die Botschaften, welche die Familie Grause und die Nachbarn übermitteln. Am Ende zählt nicht, was man sagt, sondern wie man handelt! Und auch Freundschaft wird wieder ganz groß geschrieben.