Endzeitstimmung

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subechto Avatar

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Helsinki in der nahen Zukunft. Ein düsterer, beklemmender Anfang: ein Mann vermisst seine Frau. Johanna ist Journalistin und war nachts auf Recherche.

Beängstigend, aber glaubhaft, schildet der finnische Autor Antti Tuomainen eine Welt, in der die Klimaerwärmung voll im Gange ist: Dauerregen und Überflutungen auf der nördlichen Halbkugel, Waldbrände auf der südlichen, zudem Kriege und Pandemien.

Ein Mörder, der sich selbst "Der Heiler" nennt, bringt ganze Familien um, weil er diese für die Katastrophe verantwortlich macht. Und Johanna war ihm auf der Spur... Kann Tapani seine große Liebe retten?

Ein kleines, feines Büchlein: es handelt sich nicht um einen Öko-Thriller im klassischen Sinne, aber auch nicht um einen Action-Thriller, obwohl Menschen erschossen werden. Das Weltuntergangsszenario dient lediglich als Kulisse für eine spannende Liebesgeschichte und eine verzweifelte Suche.

Tapani schreibt Gedichte und ist der Einzige, der an Johannas Rückkehr glaubt. Der Roman ist eine Hommage an die Liebe, die Raum und Zeit überdauert und sich allein aus Erinnerungen und verlorener Zukunft speist, ohne dabei ihre Wirklichkeit zu verlieren.

Aber es ist auch eine Geschichte über Freundschaften, diejenigen, die uns enttäuschen und solche, die uns positiv überraschen. Nichts ist wie es scheint und die Lösung liegt - wie so oft - in der Vergangenheit...

Fazit: "Der Heiler" ist eine fabelhaft erzählte Geschichte, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Die Figuren sind überzeugend gezeichnet und der Erzählstil ist sehr kraftvoll. Beste Unterhaltung mit viel Atmosphäre. Definitiv mein Highlight dieses Sommers: 5* und eine ganz klare Leseempfehlung!